07.05.2016. 11:00 UhR

Von Paris bis Jarewan

Komitas Vardapet (1869-1935) Armenische Volks - und Kirchenmusik         

Violine: Alisa Yepremyan (Armenien), Orgel/Klavier: Andreas Blechmann

Die armenische Geigerin studierte die Klassiker wie Beethoven, Mozart und Bach. Auch russische Komponisten wie Schostakowisch und Prokofiev gehören zu ihrem Repertoire. Ihre Vorliebe gilt aber der armenischen Kultur. Sie spielte auf zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der armenischen Musikkultur, darunter der "armenische Kulturherbst" Bochum. Sie spielt Werke von Komitas Vardapet. Der große Komponist und Kirchenmusiker studierte zahlreiche armenische Volkslieder, armenischen Liturgiegesang und Hymnen. Aus diesen Einflüssen ist ein wunderschöner populärer Schatz an weltlicher und Religioöser Kompositionen entstanden. Neben einem armenischen Volkstanz gelangengen Kompositionen über Natur - und Tierwelt zur Aufführung. Dazu europäische Klassiker wie Beethoven u.a.

„auch wenn Komitas nur „Antuni“ geschrieben hätte (das Lied „Der Heimatlose“), würde er zu den großen Komponisten dieser Welt zählen“.  - Claude Debussy

Schon als Kind wurde Komitas (Geburtsname Soghomon Soghomonian) zum Studium ins gregorianisch theoloigsche Seminar von Etschmiadzin gesandt. Bereits als zwölfjähriger Seminarist fiel er durch sein musikalisches Talent auf. Im Etschmiadzin begann Komitas mit der Sammlung und dem Studium armenischer Volkslieder, die ihm durch sein gesamtes musikalisches Werk begleiteten. Komitas früheste überlieferte Sammlung von Volksliedern stammt aus dem Jahr 1891. Nach seiner Ordination als „Vardapet“ (zolibatärer Priester) erhielt er den Namen „Komitas“, im Gedenken an einen berühmten Komponisten von Hymnen und Katholikos der armenisch apostolischen Kirche aus dem 7. Jahrhundert.

1895 ging Komitas nach Berlin zum Studium am privaten Konservatorium von Richard Schmidt und der Berliner Universität. 1899 wurde er einer der ersten Mitglieder der „Internationalen Musikgesellschaft“, wo er Vorlesungen gab und seine Studien zur armenischen Musik veröffentlichte.

Nach seiner Rückkehr nach Etschmiadzin arbeitete Komitas weiter an der Sammlung und Dokumentation von Tausenden von traditionellen armenischen Volksliedern, von denen er etliche zu Chorwerken umschrieb. Als hervorragender Sänger und Dirigent erhielt er schnell hohes Ansehen und seine Tätigkeit trug wesentlich zur Entwicklung der Musikkultur in Armenien bei.

Bedingt durch die tragischen historischen Ereignisse (versuchter Völkermord an den Armeniern) blieben seine Manuskripte verstreut und eine Herausgabe seines kompletten wissenschaftlichen und künstlerischen Schaffens steht noch aus. Aber bereits auf Grund der veröffentlichten Werte bleibt sein Einfluß auf die armenische Musik einzigartig und unübertroffen.
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04.03.2017, 11:00 Uhr, St. Bartholomäus Ahlen

Malerei und Musik

Die Verleugnung des Petrus

Julia Jork,  Malerei - Tätowierung

Andreas Blechmann, Orgel

"Live"- Malerei zur Passion mit Julia Jork. Orgelimprovisationen von Andreas Blechmann

Verleugnung des Petrus.

Eine Freundschaft wird von außen bedroht. Der Gewissenskonflikt des Petrus in seiner Hilflosigkeit und Angst:

Die Ankündigung der Verleugnung (Mk 14, 26-31) steht als Bindeglied zwischen dem letzten Mahl Jesu mit den Jüngern und der Szene in Gethsemane. Jesus prophezeit allen Jüngern, dass sie zur Sünde verleitet oder abfallen werden.

 

Petrus sündigt, weil er sich von Jesus abwendet, zu dem er existentiell gehört, dadurch fällt er aus dem Glauben und der Liebe, die das Gegenteil der Entfremdung sind. Petrus erkennt seine Sünde/Entfremdung, als der Hahn ruft. Das Weinen drückt seine starke Gefühlsbewegung aus. Es ist Ausdruck der Selbstzerstörung, die bei der Bewusstwerdung der Entfremdung einsetzt. Es sei denn, es gibt eine "erlösende Macht".

Jeder Mensch stellt immer wieder fest, dass er anders handelt, als er sollte und wollte, und dass er damit seine eigenen Überzeugungen verleugnet. Und doch spricht Gott ihm immer wieder Vergebung zu, die eine neue Chance eröffnet.

 

Julia Jork ist eine junge Künstlerin, die seit früher Kindheit die Malerei liebte. Nachdem sie sich verschiedenen Techniken, wie Öl, Acryl, Pastellkreiden, Aquarell oder Kohle bediente, entdeckte sie expressionistische, surrealistische und moderneThemen. Neben der Malerei ist die Kunst der Tätowierung zu ihrer Berufung geworden. Sie betreibt ein Studio in Bielefeld.

Design gehört zu ihren Lieblingsthemen. Zu ihren Lieblingskünstlern zählen Dali, Monet und Sahm.

Vor einigen Jahren wechselte die gelernte Lehrerin in den Beruf der Malerei und Tattoo.

In zahlreichen Ausstellungen konnte die Künstlerin ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren.