Kantatengottesdienst, "Alles nur nach Gottes Willen" BWV 72

Juni

Samstag, 04.06.2016, 11:00 Uhr

2. Kantatengottesdienst, Thema: "Der Wille Gottes"

"Alles nur nach Gottes Willen" BWV 72

Ausführende: Vokalensemble Ahlen, Annika Brönstrup, Sopran, Belinda Och, Alt und Jacoub Eisa, Bass

Orchester,

Ansprache: Dr. Ludwig Kaulig (Wie kann ich den Willen Gottes für mich erkennen?) Lesungstexte: Ilse Blomberg

Leitung: Andreas Blechmann

 

Jacoub Eisa, Bass

Der Bass Jacoub Eisa wurde in Frankfurt a. M. geboren und studierte Gesang bei KS Prof. Jan-Hendrik Rootering an der Folkwang Universität der Künste in Essen. 2016 wird er sein Master-Studium bei Frau Prof. Rachel Robins abschließen. Seit der Spielzeit 2014.15 ist er Mitglied des Jungen Ensembles am MiR, wo er u. a. in „Männer“, als ein Wächter der Stadt („Die Frau ohne Schatten“), als Graf Ceprano und als Schließer („Rigoletto“) und als Automechaniker in der Uraufführung der serbischen Oper „Nahod Simon“ von Isidora Žebeljan zu erleben war. Gastengagements führten ihn ans Theater Hagen als Alidoro („La Cenerentola“), Sarastro („Die Zauberflöte“) und Norman in der deutschen Erstaufführung

Annika Brönstrup, Sopran

Der Schulchor als Sprungschanze – im Fall von Annika Brönstrup war er es. Der Leiter des Haselünner Capella Cantorums gab der Mezzosopranistin einst den Impuls, Gesangsunterricht zu nehmen und Gesang zu studieren. Nachdem sie in das Profilager gewechselt ist, hat sie an Theatern in NRW zahlreiche Aufführungen in verschiedenen Rollen.

Alles nur nach Gottes Willen (BWV 72) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den dritten Sonntag nach Epiphanias, den 27. Januar 1726. Bach benutzte später den Eingangschor für das Gloria seiner Messe in g-moll, BWV 235.

Obwohl Franck den ersten Satz als Arie bezeichnet hatte, vertonte Bach ihn als Chorsatz. Ein instrumentales Ritornell wird dominiert von zwei Takte langen Sechzehntelfiguren der Violinen, die gegen Ende auch vom continuo aufgegriffen werden. Die Stimmen übernehmen die Figuren auf das Wort alles, zuerst der Sopran, dann die anderen Takt für Takt. In einem ruhigeren Mittelteil auf die Worte Gottes Wille soll mich stillen werden kanonische Imitationen der Stimmen vom Orchester begleitet. Die nächsten Worte bei Gewölk und Sonnenschein werden wieder durch Figuren wie zu Beginn ausgemalt, doch in tiefer Lage beginnend. Der erste und letzte Abschnitt enden mit Choreinbau in das Ritornell.

In seiner Bearbeitung für das Gloria der Messe ließ Bach für den Gebrauch in der Liturgie das einleitende Ritornell weg. Er setzte die Worte Gloria in excelsis Deo auf den ersten Teil, Et in terra pax auf den Mittelteil und Laudamus te auf den Schlussteil.

Das erste Rezitativ beginnt secco, doch entwickelt sich zum Arioso auf die Worte Herr, so du willt, die neun Mal wiederholt werden, jedes Mal mit anderer Fortführung, gipfelnd in so sterb ich nicht.

In der folgenden Arie setzt die Singstimme unmittelbar ein, erst darauf folgt ein ungewöhnliches Ritornell, eine Fuge der Violinen und des continuo.

In der zweiten Arie mit liedhaft-tänzerischem Charakter spielen die Instrumente ein Ritornell und wiederholen es nach einer kurzen Devise: Mein Jesus will es tun, er will dein Kreuz versüßen. Im Hauptteil ist die Singstimme in das Ritornell eingebettet. Im Mittelteil wird Obgleich dein Herze liegt in viel Bekümmernissen durch Moll-Trübung ausgedrückt. Nach einem weiteren Ritornell wiederholt die Singstimme abschließend: mein Jesus will es tun.

Der Schlusschoral ist vierstimmig.

04.03.2017, 11:00 Uhr, St. Bartholomäus Ahlen

Malerei und Musik

Die Verleugnung des Petrus

Julia Jork,  Malerei - Tätowierung

Andreas Blechmann, Orgel

"Live"- Malerei zur Passion mit Julia Jork. Orgelimprovisationen von Andreas Blechmann

Verleugnung des Petrus.

Eine Freundschaft wird von außen bedroht. Der Gewissenskonflikt des Petrus in seiner Hilflosigkeit und Angst:

Die Ankündigung der Verleugnung (Mk 14, 26-31) steht als Bindeglied zwischen dem letzten Mahl Jesu mit den Jüngern und der Szene in Gethsemane. Jesus prophezeit allen Jüngern, dass sie zur Sünde verleitet oder abfallen werden.

 

Petrus sündigt, weil er sich von Jesus abwendet, zu dem er existentiell gehört, dadurch fällt er aus dem Glauben und der Liebe, die das Gegenteil der Entfremdung sind. Petrus erkennt seine Sünde/Entfremdung, als der Hahn ruft. Das Weinen drückt seine starke Gefühlsbewegung aus. Es ist Ausdruck der Selbstzerstörung, die bei der Bewusstwerdung der Entfremdung einsetzt. Es sei denn, es gibt eine "erlösende Macht".

Jeder Mensch stellt immer wieder fest, dass er anders handelt, als er sollte und wollte, und dass er damit seine eigenen Überzeugungen verleugnet. Und doch spricht Gott ihm immer wieder Vergebung zu, die eine neue Chance eröffnet.

 

Julia Jork ist eine junge Künstlerin, die seit früher Kindheit die Malerei liebte. Nachdem sie sich verschiedenen Techniken, wie Öl, Acryl, Pastellkreiden, Aquarell oder Kohle bediente, entdeckte sie expressionistische, surrealistische und moderneThemen. Neben der Malerei ist die Kunst der Tätowierung zu ihrer Berufung geworden. Sie betreibt ein Studio in Bielefeld.

Design gehört zu ihren Lieblingsthemen. Zu ihren Lieblingskünstlern zählen Dali, Monet und Sahm.

Vor einigen Jahren wechselte die gelernte Lehrerin in den Beruf der Malerei und Tattoo.

In zahlreichen Ausstellungen konnte die Künstlerin ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren.